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Geburtsanzeige

Ein schlafendes Baby, das vor einem lächelnden Mann liegt

Eltern müssen die Geburt ihres Kindes innerhalb von einer Woche beim zuständigen Standesamt anzeigen, um eine Geburtsurkunde zu beantragen. In vielen Fällen übernehmen die Geburtseinrichtungen diese Formalität.

Mit der digitalen Geburtsanzeige können Geburtseinrichtungen die notwendigen Daten direkt mit dem zuständigen Standesamt austauschen. Dazu loggen sich Hebammen und Mitarbeitende des Krankenhauses oder Geburtshauses z. B. einmalig in den Onlinedienst (OD) ein und laden ihre Informationen für die Standesämter hoch. Durch den einfachen Transfer der Daten liegt die Anzeige in Sekundenschnelle beim Standesamt vor und reduziert durch die direkte Übermittlung der Daten in das Fachverfahren die Bearbeitungszeit. Da die Informationen direkt in das Fachverfahren importiert werden, sind Übertragungsfehler ausgeschlossen und es sind auch keine Rückfragen in den Geburtseinrichtungen mehr nötig, falls eine Anzeige schwer lesbar sein sollte.

Die Geburtsurkunde ist Voraussetzung für die Beantragung von Elterngeld, Kindergeld und vielen weiteren Leistungen. Die schnelle und einfache Ausstellung der digitalen Geburtsurkunde wirkt sich somit auch positiv auf die Beantragung der Folgeleistungen aus – und die Eltern profitieren direkt von der vereinfachten Übermittlung.

Alle Projektinformationen finden Sie auch in einer PDF zusammengefasst:
Produktdatenblatt Geburtsanzeige (pdf, 643.6 KB)

Projektinformationen

UP Geburt
Weitere Leistungen des UPs

  • Online-Kombi-Antrag Vaterschaftsanerkennung und Sorgeerklärung
  • Negativbescheinigung

Der Onlinedienst wird vom Umsetzungsprojekt (UP) Geburt im Themenfeld Familie & Kind realisiert. Das Minimal Viable Product (MVP) ist in der ersten Ausbaustufe verfügbar.

Digitale Geburtsanzeige

Bremen

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

  • effiziente Übermittlung von Informationen über die Geburt eines Kindes durch Geburtseinrichtungen an die zuständigen Standesämter
  • Anbindung an Fachverfahren
  • Perspektivisch: Barrierefreiheit nach BITV 2.0

Beschreibung des Onlinedienstes

  • sichere Anmeldung im Onlinedienst
  • Manuelle Eingabe oder CSV-Upload der Informationen
  • elektronisches Signieren
  • einmaliges Anlegen eines Accounts durch Mitarbeitende der Geburtseinrichtung
  • Anmeldung mit dem Business-Konto über den Dienst SignMe (D-Trust) oder den elektronischen Personalausweis
  • Eingabe oder Upload der Informationen in drei Ausbaustufen:
    1. Ausbaustufe (aktuell): manuelle Eingabe oder Eingabe über Sammeleinträge
    2. Ausbaustufe (zukünftig): zusätzliche Möglichkeit des Upload einer exportierten CSV-Datei aus dem Krankenhausinformationssystem (KIS)
    3. Ausbaustufe (zukünftig): zusätzliche Möglichkeit des Empfangs von Informationen direkt aus dem KIS über eine Schnittstelle
  • elektronisches Signieren in zwei Ausbaustufen
    1. Ausbaustufe (aktuell): über den Dienst SignMe (D-Trust) mittels Festnetz, Handy-App oder Tan
    2. Ausbaustufe (ab Anfang 2023): über elektronischen Heilberufeausweis (eHBAB) oder Signaturkarten

Mitarbeitende aus Geburts- und Krankenhäusern sowie Hebammen, deren Aufgabe es ist, Daten über die Geburt eines Kindes zu erfassen und diese zum Zweck der Erstellung der Geburtsurkunde, elektronisch an das Standesamt zu übermitteln

Bisherige Umsetzung

  • Bremen
  • Niedersachsen
  • Brandenburg
  • Berlin
  • Thüringen
  • Rheinland-Pfalz

Technische Beschreibung des Onlinedienstes

XPersonenstand

Die Kosten für die digitale Geburtsanzeige setzen sich unter anderem aus den Kosten für die Bereitstellung des Onlinedienstes und den Kosten für die eventuelle Betriebskoordination zusammen. Sie verteilen sich auf die Länder, die die Digitale Geburtsanzeige mitnutzen. Da diese noch nicht feststehen, können die Betriebskosten aktuell noch nicht konkret beziffert werden. Fest steht: Je mehr Länder sich für die Mitnutzung entscheiden, desto günstiger wird es.

Für das Jahr 2023 wird zurzeit durch den IT-Planungsrat eine mögliche Finanzierung des Betriebs diskutiert. Der Bund beabsichtigt, sein Engagement im Digitalisierungsprogramm Föderal im gleichen Maße wie bisher – über das Jahr 2022 hinaus bis zum Ende des Jahres 2023 – fortzusetzen, soweit der Bundeshaushaltsplan 2023 dafür Haushaltsmittel vorsieht (Quelle: Beschluss IT-PLR, 38. Sitzung).

Dataport (AöR)

AutiSta – Automation im Standesamt (Verlag für Standesamtswesen)

Weiterführende Informationen

Aktuelle Meldungen: Seite Familienfoerderung