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Herbsthelfer

Bremer Verbund für Seniorendienste

So lange wie möglich selbstbestimmt zu Hause leben: Das ist der Wunsch vieler älterer Menschen. Das Symbolbild zeigt eine Seniorin, die ihre Haustür öffnet., jpeg, 43.9 KB

Im Alter wird es immer schwerer, den Alltag zu bewältigen und länger in der eigenen Wohnung zurechtzukommen. Dennoch ist es der Wunsch von älteren Menschen, so lang wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben. Das Projekt Herbsthelfer will Seniorinnen und Senioren dabei unterstützen und älteren Menschen, die nur eingeschränkt mobil sind, das Leben erleichtern. Für das Porjekt Herbsthelfer haben sich öffentliche Stellen und private Dienstleister zum Bremer Verbund für Seniorendienste zusammengeschlossen und bieten künftig zunächst sechs Service-Leistungen an, über die Sie sich an dieser Stelle informieren können.

Symbolfoto für das Lotsenprojekt, jpg, 20.0 KB

Die Träger der Dienstleistungszentren nutzen gerne das Angebot der Deutschen Post AG, um auf diesem Wege zusätzlich auf die Schwerpunkte ihrer Tätigkeit aufmerksam zu machen. Diese sind die Gewinnung von Ehrenamtlichen und die Beratung von Senioren über altersrelevante Themen. Das Projekt bietet die Chance, auf einem anderen als dem bisher üblichen Weg auf soziale Aufgaben und Themen aufmerksam zu machen und diese dadurch stärker im Bewusstsein der Bremer Bürgerinnen und Bürger zu verankern.

In ausgewählten Stadtteilen sollen in einer ersten Kampagne potentielle Ehrenamtliche durch die Briefzusteller angesprochen werden, die gegen eine Aufwandsentschädigung (von bis zu acht Euro die Stunde) als Unterstützung in den Haushalten von Senioren tätig sein möchten. Diese erhalten die Kontaktdaten des jeweiligen Dienstleistungszentrums und nehmen selbständig Kontakt dorthin auf.
Die folgenden Dienstleistungszentren nehmen in den aufgeführten Zeiträumen teil:

  • 16.04.18 – 31.07.18 DLZ Walle (PLZ 28217, 28219), Wartburgstraße 11, 28217 Bremen

  • 16.04.18 – 31.07.18 DLZ Huckelriede/Buntentor (PLZ 28201), Kornstraße 371, 28201 Bremen

  • 16.04.18 – 31.12.18 DLZ Horn (PLZ 28355, 28357, 28359), Brucknerstraße 15, 28359 Bremen

  • 09.08.18 - 30.09.18 DLZ-Mitte (PLZ 28203), Im Krummen Arm 13, 28203 Bremen

  • 01.01.19 – 30.06.19 DLZ Blumenthal (PLZ 28777, 28779), Bürgermeister-Kürten-Straße 30, 28779 Bremen

In der zweiten Kampagne werden über die Briefzusteller Senioren angesprochen und auf das Beratungsangebot der Dienstleistungszentren aufmerksam gemacht. Sie bekommen einen Beratungsgutschein ausgehändigt und können Unterstützung bei der Anforderung des Angebotes vom Briefzusteller erhalten. Die Senioren können somit eine zeitnahe, kostenlose und wettbewerbsneutrale Beratung nutzen und dadurch das eigene Alter besser planen und gestalten. Die Beratung beinhaltet auch die Möglichkeiten finanzieller Unterstützungen und Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen.
Die folgenden Dienstleistungszentren nehmen in den aufgeführten Zeiträumen teil:

  • 18.09.18 – 30.11.18 DLZ Walle (PLZ 28217, 28219), Wartburgstraße 11, 28217 Bremen

  • 18.09.18 – 30.11.18 DLZ Huckelriede/Buntentor (PLZ 28201), Kornstraße 371, 28201 Bremen

  • 18.09.18 – 31.12.18 DLZ-Mitte (PLZ 28203), Im Krummen Arm 13, 28203 Bremen

Das Lotsenprojekt ist im April 2018 gestartet.

Hinweis:
Bitte beachten Sie die Präventionshinweise der Polizei Bremen (pdf, 213.7 KB) und seien Sie wachsam. Im Rahmen des Lotsenprojektes werden keine persönlichen Daten oder Informationen erhoben. Die Briefzusteller betreten nicht die Wohnung.

POSTPERSÖNLICH stellt eine Erweiterung des bestehenden Hausnotrufdienstes der Johanniter Unfallhilfe dar. Das Symbolbild zeigt einen Postboten, der einer Seniorin ihre Post übergibt., jpg, 8.9 KB

POSTPERSÖNLICH stellt eine Erweiterung des bestehenden Hausnotrufdienstes der Johanniter Unfallhilfe dar. Die Idee hinter POSTPERSÖNLICH ist, dass ältere Menschen nicht nur über die notwendige Technik für den Notfallruf in ihrem Haushalt verfügen, sondern auch regelmäßige, soziale Kontakte nach außen haben.

Zustellerinnen und Zusteller der Deutschen Post klingeln an den vereinbarten Tagen an der Wohnungstür, übergeben die Tagespost, wechseln ein paar freundliche Worte und erkundigen sich nach dem Wohlbefinden der Kunden. Sie betreten dabei nicht die Wohnung und übernehmen keine medizinischen oder pflegerischen Unterstützungsleistungen. Vielmehr sind sie ein regelmäßiger sozialer Kontakt, der ältere Menschen vor Isolation und Vereinsamung mit ihren negativen psychosozialen Folgen bewahren kann.

Wenn augenscheinlich alles in Ordnung ist, melden die Zusteller dies an die Einsatzzentrale der Johanniter und setzen ihre Zustelltour fort. Wenn Hilfe oder Unterstützung benötigt wird, sowie im Falle einer nicht vorher angemeldeten Abwesenheit des Kunden informieren sie natürlich umgehend den Hausnotrufdienst der Johanniter Bremen, der umgehend weitere vereinbarte Maßnahmen veranlasst. Die Einsatzfahrer der Johanniter haben Zutritt zur Wohnung, sind medizinisch geschult und können die notwendigen Maßnahmen ergreifen sowie Angehörige verständigen.

Für den Service sind während des Pilotprojekts immer zwei Verträge zu schließen: Eine Teilnahmevereinbarung mit der Deutschen Post AG für POSTPERSÖNLICH und ein Vertrag mit der Johanniter Unfallhilfe Bremen zur Teilnahme am Hausnotrufdienst. Zum Start des Service wird die Post in ausgewählten Stadtteilen Bremens mit Flyern und über Stadtteilzeitungen etc. informieren sowie eine Servicehotline anbieten und über das Internet auf www.deutschepost.de/postpersoenlich Informationen bereit stellen.

Kunden der Sparkasse Bremen können  telefonisch Bargeld anfordern., jpg, 586.9 KB

Auch ältere Menschen sind darauf angewiesen, Bargeld im Haus zu haben, um z.B. Einkäufe oder Medikamentenlieferungen bezahlen zu können. Gleichwohl haben sie häufig ein Problem mit der Bargeldversorgung, da der Weg zur nächsten Filiale ihres Geldinstituts zu weit ist oder ihnen die Bedienung von Geldautomaten Schwierigkeiten bereitet.

Kunden der Sparkasse Bremen können jetzt im Rahmen des Projekts Herbsthelfer telefonisch Bargeld über das Kunden-Service-Center der Sparkasse Bremen anfordern. Nach einer entsprechenden Legitimierung am Telefon wird die gewünschte Summe (maximal 500 €) durch die Sparkasse Bremen als neutrale Briefsendung vorbereitet und per Post verschickt. Der Empfänger bestätigt den Erhalt durch Unterschrift. Der Versand erfolgt durch die Deutsche Post AG und ist versichert. Der Bargeldservice ist im April 2018 gestartet. Weitere Informationen finden Sie hier.

Ältere Menschen können von neuen digitalen Medien wie E-Books und Hörbüchern besonders profitieren. Das Symbolbild zeigt einen eBook-Reader., jpg, 9.5 KB

Ältere Menschen können von neuen digitalen Medien wie E-Books und Hörbüchern besonders profitieren. Oft kennen sie diese jedoch nicht, und wenn sie wegen geringer Mobilität in Heimen wohnen, wird der Zugang schwierig. In Interviews in Einrichtungen der Heimstiftung wurde Interesse an einem besseren Zugang geäußert. Darauf reagiert der Verbund mit der Erprobung eines geeigneten Angebots der Stadtbibliothek zunächst mit Einrichtungen der Bremer Heimstiftung. Die Ziele sind, älteren und wenig mobilen Menschen

  • den Nutzen von digitalen Medien, insbesondere Hörbüchern und E-Books aufzuzeigen,

  • den Zugang zu Büchern und digitalen Medien durch einen Bring- und Abholdienst zu erleichtern und

  • sie bei der Nutzung digitaler Medien zu unterstützen.

Insgesamt 14 Einrichtungen der Bremer Heimstiftung haben Interesse an einem solchen Dienst angemeldet. Mit Unterstützung der Sparkasse Bremen kann jeder Einrichtung ein E-Book-Reader und ein Tablet-PC mit Internetzugang für die Bestellung von Medien zur Verfügung gestellt werden. In der Zeit von Mai bis Dezember 2018 werden insgesamt vier Herbsthelfer in den jeweiligen Teilen von Bremen die Einrichtungen einmal in der Woche aufsuchen, interessierte Bewohnerinnen und Bewohnern bei der Nutzung der Geräte unterstützen sowie bestellte Medien (Bücher, Hörbücher, CDs, DVDs) liefern und wieder mitnehmen. Bei positiver Aufnahme und entsprechenden Finanzierungsmöglichkeiten kann 2019 eine Erweiterung auf andere Träger erfolgen. Der Dienst ist im April 2018 gestartet.

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Das Bürgertelefon Bremen (erreichbar unter 115) freut sich über steigende Beliebtheit, immer mehr Bürgerinnen und Bürger nutzen die Möglichkeit, beim Bürgertelefon anzurufen und Informationen zu zuständigen Stellen, Ansprechpersonen und Terminfragen zu bekommen. Derzeit wird im Bürgertelefon stets auf die digitalen Angebote verwiesen. Sofern Bürgerinnen und Bürger aber keine Möglichkeit haben die Dokumente online auszufüllen oder auszudrucken, bleibt ihnen nur die Möglichkeit, die Formulare vor Ort in den jeweils zuständigen Behörden abzuholen. Insbesondere für Senioren, die nur noch eingeschränkt mobil sind, stellt dies häufig ein Problem dar. Deswegen soll im Rahmen dieses Teilprojekts ab Sommer 2018 der postalische Versand von Formularen getestet werden. Dieser ist für Personen ohne Internetzugang gedacht. Hierdurch sollen die älteren Menschen von unnötigen Laufwegen entlastet werden. Der digitale Fortschritt darf nicht zu Lasten der älteren Bevölkerung gehen. Der Service kann über das Bürgertelefon angefragt werden. Ab Juli 2018 wird der Service angeboten.

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In diesem Teilprojekt wird pilothaft ein Ummeldeservice vor Ort getestet. Dabei kommen Beschäftigte des Bürgeramtes in ausgewählte Einrichtungen der Bremer Heimstiftung. Sie werden mit der notwendigen technischen Ausrüstung ausgestattet, um vor Ort tätig sein zu können. Neben Ummeldungen können auch Ausweisdokumenten aktualisiert werden sowie neue Ausweisdokumente beantragt werden. Die neuen Ausweisdokumente werden dann nach Fertigstellung wieder vor Ort an die Antragsstellenden ausgehändigt. Das Projekt soll im August 2018 starten.

Kontakt

Sie haben Fragen zu den einzelnen Projekten? Dann wenden Sie sich an herbsthelfer@ifib.de