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Herbsthelfer

Bremer Verbund für Seniorendienste

So lange wie möglich selbstbestimmt zu Hause leben: Das ist der Wunsch vieler älterer Menschen. Das Symbolbild zeigt eine Seniorin, die ihre Haustür öffnet., jpeg, 43.9 KB

Im Alter wird es immer schwerer, den Alltag zu bewältigen und länger in der eigenen Wohnung zurechtzukommen. Dennoch ist es der Wunsch von älteren Menschen, so lang wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben. Das Projekt Herbsthelfer will Seniorinnen und Senioren dabei unterstützen und älteren Menschen, die nur eingeschränkt mobil sind, das Leben erleichtern. Für das Projekt Herbsthelfer haben sich öffentliche Stellen und private Dienstleister zum Bremer Verbund für Seniorendienste zusammengeschlossen und bieten derzeit sieben Service-Leistungen an, über die Sie sich an dieser Stelle informieren können.

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Das Projekt Digitalassistenz wird im Rahmen des Herbsthelfer-Verbundes gemeinsam mit den bremischen Dienstleistungszentren und dem Institut für Informationsmanagement Bremen (ifib) initiiert. Im Rahmen eines Pilotverfahren zwischen Februar und Juni 2019 betreuen so genannte Digitalassistenzen einzelne Kundinnen und Kunden der beteiligten Dienstleistungszentren (in Hastedt, Horn, Mitte, Schwachhause Nord und Walle), die sich für dieses Angebot gemeldet haben. Neben der kostenlose Ausleihe eines Tablet PC mit SIM-Karte und vorinstallierten Apps für ältere Menschen für drei Monate umfasst das Vorhaben für die Kundinnen und Kunden unentgeltliche Einführung und Unterstützung in ihren eigenen vier Wänden durch eine aufsuchende Digitalassistenz.
Nach einigen fest vereinbarten Einführungsterminen von je 60 Minuten, zwei Mal in der Woche, wird der weitere Unterstützungsbedarf bei den Kundinnen und Kunden individuell vereinbart. Die Betreuung soll am Ende in eine Beratung münden, wie es nach der Rückgabe der Leihgeräte weitergehen kann (geeignete Geräte, Verträge, Unterstützungsangebote etc.).
Mit diesem Pilotprojekt können die Dienstleistungszentren Erfahrungen sammeln, ob und wie sie mittelfristig ihr Angebot der Nachbarschaftshilfe erweitern. Gleichzeitig kann überprüft werden, ob auf diesem Weg auch Menschen erreicht werden, die wegen eingeschränkter Mobilität einen großen Nutzen haben könnten, sich aus eigenen Mitteln aber keinen Zugang verschaffen würden

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Das Bürgertelefon Bremen (erreichbar unter 115) freut sich über steigende Beliebtheit, immer mehr Bürgerinnen und Bürger nutzen die Möglichkeit, beim Bürgertelefon anzurufen und Informationen zu zuständigen Stellen, Ansprechpersonen und Terminfragen zu bekommen. Derzeit wird im Bürgertelefon stets auf die digitalen Angebote verwiesen. Sofern Bürgerinnen und Bürger aber keine Möglichkeit haben die Dokumente online auszufüllen oder auszudrucken, bleibt ihnen nur die Möglichkeit, die Formulare vor Ort in den jeweils zuständigen Behörden abzuholen. Insbesondere für Seniorinnen Senioren, die nur noch eingeschränkt mobil sind, stellt dies häufig ein Problem dar. Deswegen wurde im Rahmen dieses Teilprojekts seit Sommer 2018 der postalische Versand von Formularen angeboten. Dieser ist für Personen ohne Internetzugang gedacht. Hierdurch werden die älteren Menschen von unnötigen Laufwegen entlastet. Der digitale Fortschritt darf nicht zu Lasten der älteren Bevölkerung gehen. Der Service kann über das Bürgertelefon angefragt werden.

Ältere Menschen können von neuen digitalen Medien wie E-Books und Hörbüchern besonders profitieren. Das Symbolbild zeigt einen eBook-Reader., jpg, 9.5 KB

Ältere Menschen können von neuen digitalen Medien wie E-Books und Hörbüchern besonders profitieren. Oft kennen sie diese jedoch nicht, und wenn sie wegen geringer Mobilität in Heimen wohnen, wird der Zugang schwierig. In Interviews in Einrichtungen der Heimstiftung wurde Interesse an einem besseren Zugang geäußert. Darauf reagiert der Verbund mit der Erprobung eines geeigneten Angebots der Stadtbibliothek zunächst mit Einrichtungen der Bremer Heimstiftung. Die Ziele sind, älteren und wenig mobilen Menschen

  • den Nutzen von digitalen Medien, insbesondere Hörbüchern und E-Books aufzuzeigen,
  • den Zugang zu Büchern und digitalen Medien durch einen Bring- und Abholdienst zu erleichtern und
  • sie bei der Nutzung digitaler Medien zu unterstützen.

Insgesamt 14 Einrichtungen der Bremer Heimstiftung haben Interesse an einem solchen Dienst angemeldet. Mit Unterstützung der Sparkasse Bremen kann jeder Einrichtung ein E-Book-Reader und ein Tablet-PC mit Internetzugang für die Bestellung von Medien zur Verfügung gestellt werden. In der Zeit von Mai bis Dezember 2018 wurden insgesamt vier Herbsthelfer*innen in den jeweiligen Teilen von Bremen die Einrichtungen einmal in der Woche aufgesucht, interessierte Bewohnerinnen und Bewohner wurden bei der Nutzung der Geräte unterstützt sowie bestellte Medien (Bücher, Hörbücher, CDs, DVDs) wurden geliefert und wieder mitgenommen. Der Dienst ist im April 2018 gestartet.

POSTPERSÖNLICH stellt eine Erweiterung des bestehenden Hausnotrufdienstes der Johanniter Unfallhilfe dar. Das Symbolbild zeigt einen Postboten, der einer Seniorin ihre Post übergibt., jpg, 8.9 KB

POSTPERSÖNLICH stellt eine Erweiterung des bestehenden Hausnotrufdienstes der Johanniter Unfallhilfe dar. Die Idee hinter POSTPERSÖNLICH ist, dass ältere Menschen nicht nur über die notwendige Technik für den Notfallruf in ihrem Haushalt verfügen, sondern auch regelmäßige, soziale Kontakte nach außen haben.

Zustellerinnen und Zusteller der Deutschen Post klingeln an den vereinbarten Tagen an der Wohnungstür, übergeben die Tagespost, wechseln ein paar freundliche Worte und erkundigen sich nach dem Wohlbefinden der Kund*innen. Sie betreten dabei nicht die Wohnung und übernehmen keine medizinischen oder pflegerischen Unterstützungsleistungen. Vielmehr sind sie ein regelmäßiger sozialer Kontakt, der ältere Menschen vor Isolation und Vereinsamung mit ihren negativen psychosozialen Folgen bewahren kann.

Wenn augenscheinlich alles in Ordnung ist, melden die Zusteller*innen dies an die Einsatzzentrale der Johanniter und setzen ihre Zustelltour fort. Wenn Hilfe oder Unterstützung benötigt wird, sowie im Falle einer nicht vorher angemeldeten Abwesenheit der Kund*innen informieren sie natürlich umgehend den Hausnotrufdienst der Johanniter Bremen, der umgehend weitere vereinbarte Maßnahmen veranlasst. Die Einsatzfahrer*innen der Johanniter haben Zutritt zur Wohnung, sind medizinisch geschult und können die notwendigen Maßnahmen ergreifen sowie Angehörige verständigen.

Für den Service sind während des Pilotprojekts immer zwei Verträge zu schließen: Eine Teilnahmevereinbarung mit der Deutschen Post AG für POSTPERSÖNLICH und ein Vertrag mit der Johanniter Unfallhilfe Bremen zur Teilnahme am Hausnotrufdienst. Zum Start des Service hat die Post in ausgewählten Stadtteilen Bremens mit Flyern und über Stadtteilzeitungen etc. informiert. Zudem sind über das Internet auf www.deutschepost.de/postpersoenlich weitere Informationen bereitgestellt.

Kunden der Sparkasse Bremen können  telefonisch Bargeld anfordern., jpg, 586.9 KB

Auch ältere Menschen sind darauf angewiesen, Bargeld im Haus zu haben, um z.B. Einkäufe oder Medikamentenlieferungen bezahlen zu können. Gleichwohl haben sie häufig ein Problem mit der Bargeldversorgung, da der Weg zur nächsten Filiale ihres Geldinstituts zu weit ist oder ihnen die Bedienung von Geldautomaten Schwierigkeiten bereitet.

Kund*innen der Sparkasse Bremen können jetzt im Rahmen des Projekts Herbsthelfer telefonisch Bargeld über das Kunden-Service-Center der Sparkasse Bremen anfordern. Nach einer entsprechenden Legitimierung am Telefon wird die gewünschte Summe (maximal 500 €) durch die Sparkasse Bremen als neutrale Briefsendung vorbereitet und per Post verschickt. Der Empfänger bestätigt den Erhalt durch Unterschrift. Der Versand erfolgt durch die Deutsche Post AG und ist versichert. Der Bargeldservice ist im April 2018 gestartet. Weitere Informationen finden Sie hier.

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In diesem Teilprojekt wird pilothaft ein Ummeldeservice vor Ort getestet. Dabei kommen Beschäftigte des Bürgeramtes in ausgewählte Einrichtungen der Bremer Heimstiftung. Sie werden mit der notwendigen technischen Ausrüstung ausgestattet, um vor Ort tätig sein zu können. Neben Ummeldungen können auch Ausweisdokumenten aktualisiert werden sowie neue Ausweisdokumente beantragt werden. Die neuen Ausweisdokumente werden dann nach Fertigstellung wieder vor Ort an die Antragsstellenden ausgehändigt. Das Projekt startete im Herbst 2018.

Symbolfoto für das Lotsenprojekt, jpg, 20.0 KB

Die Träger der Dienstleistungszentren nutzen gerne das Angebot der Deutschen Post AG, um auf diesem Wege zusätzlich auf die Schwerpunkte ihrer Tätigkeit aufmerksam zu machen. Diese sind die Gewinnung von Ehrenamtlichen und die Beratung von Seniorinnen und Senioren über altersrelevante Themen. Das Projekt bietet die Chance, auf einem anderen als dem bisher üblichen Weg auf soziale Aufgaben und Themen aufmerksam zu machen und diese dadurch stärker im Bewusstsein der Bremer Bürgerinnen und Bürger zu verankern.

In ausgewählten Stadtteilen wurden in einer ersten Kampagne potentielle Ehrenamtliche durch die Briefzustellerinnen und Briefzusteller angesprochen, die gegen eine Aufwandsentschädigung als Unterstützung im Rahmen der sog. Nachbarschaftshilfe in den Haushalten von Seniorinnen und Senioren tätig sein möchten. Diese erhielten die Kontaktdaten des jeweiligen Dienstleistungszentrums und nahmen selbständig Kontakt dorthin auf.
Die folgenden Dienstleistungszentren nahmen in den aufgeführten Zeiträumen teil:

  • Walle, Wartburgstraße 11, 28217 Bremen
  • Huckelriede/Buntentor, Kornstraße 371, 28201 Bremen
  • Horn, Brucknerstraße 15, 28359 Bremen
  • Mitte, Im Krummen Arm 13, 28203 Bremen

In der zweiten Kampagne wurden über die Briefzusteller*innen Seniorinnen und Senioren angesprochen und auf das Beratungsangebot der Dienstleistungszentren aufmerksam gemacht. Sie bekommen einen Beratungsgutschein ausgehändigt und können Unterstützung bei der Anforderung des Angebotes von den Briefzusteller*innen erhalten. Die Seniorinnen und Senioren konnten somit eine zeitnahe, kostenlose und wettbewerbsneutrale Beratung nutzen und dadurch das eigene Alter besser planen und gestalten. Die Beratung beinhaltet auch die Möglichkeiten finanzieller Unterstützungen und Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen.
Die folgenden Dienstleistungszentren nahmen in den aufgeführten Zeiträumen teil:

  • Walle, Wartburgstraße 11, 28217 Bremen
  • Huckelriede/Buntentor, Kornstraße 371, 28201 Bremen
  • Mitte, Im Krummen Arm 13, 28203 Bremen

Das Lotsenprojekt startete im April 2018.

Hinweis:
Bitte beachten Sie die Präventionshinweise der Polizei Bremen (pdf, 213.7 KB) und seien Sie wachsam. Im Rahmen des Lotsenprojektes werden keine persönlichen Daten oder Informationen erhoben. Die Briefzusteller betreten nicht die Wohnung.

Kontakt

Sie haben Fragen zu den einzelnen Projekten?
Dann wenden Sie sich an herbsthelfer@finanzen.bremen.de