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Ausstellung "Ausplündern und Verwalten"

Das Finanzamt Bremen stellt sich seiner NS-Vergangenheit

Die Senatorin für Finanzen hat 2014/2015 eine vielbeachtete Ausstellung unter dem Titel "Ausplündern und Verwalten" im Haus des Reichs gezeigt. Sie dokumentiert, wie jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger im Nationalsozialismus mit Hilfe der bremischen Finanzverwaltung um ihr Hab und Gut gebracht wurden. Die Finanzverwaltung war aktiv beteiligt an der Enteignung und wirtschaftlichen Vernichtung jüdischer Familien, die in Bremen lebten und über Bremen auswanderten oder deportiert wurden. Der Staat hat sich an ihnen schamlos bereichert, private Unternehmen haben die Ausplünderung als "Dienstleister" unterstützt und ein beachtlicher Teil der Bevölkerung hat davon profitiert. Auf so genannten Judenauktionen wurde der Besitz geflohener, vertriebener oder deportierter jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger öffentlich versteigert. Es ist erschütternd zu verfolgen, wie der NS-Staat die Juden buchstäblich bis auf das letzte Hemd ausplünderte. Vor der physischen Vernichtung stand die finanzielle. Der nationalsozialistische Terror wäre ohne das reibungslose Funktionieren des Verwaltungsapparates so nicht möglich gewesen.

 

Pressemitteilungen

"Ausplündern und Verwalten – Das Finanzamt Bremen stellt sich seiner NS-Vergangenheit"
Ausstellung beleuchtet dunkles Kapitel in der Geschichte der Finanzverwaltung

26. November 2014

"Fataler Zweiklang von Bürokratie und Verbrechen" - Ausstellung "Ausplündern und Verwalten" eröffnet
27. November 2014

"Informationsveranstaltungen für Lehrerinnen und Lehrer zur Ausstellung "Ausplündern und Verwalten"
18. Dezember 2014

"Vortrag über "Arisierung" von jüdischem Haus- und Grundbesitz in Bremen"
Begleitprogramm zur Ausstellung "Ausplündern und Verwalten"

2. Januar 2015

"Ausplündern und verwalten – Finanzanwärter setzen sich mit Rolle der Finanzämter im NS-Unrechtsstaat auseinander"
27. Januar 2015

"Reichsfluchtsteuer und Judenvermögensabgabe - Zum Unterschied von Recht und Gesetz"
28. Januar 2015

"Informationsveranstaltungen für Lehrerinnen und Lehrer zur Ausstellung "Ausplündern und Verwalten"
16. Februar 2015

"Warum und wozu Wiedergutmachung?" - Vortrag über Entschädigungsverfahren in Bremen"
18. Februar 2015

"Buchvorstellung: "Raub vom Amts wegen"
26. Februar 2015

"Ausplündern und Verwalten – Ausstellung wird bis 15. August 2015 verlängert"
17. März 2015

"Neue Führungen durch die Ausstellung "Ausplündern und Verwalten"
13. Mai 2015

"Auf den Spuren von NS-Raubgut in Göttingen, Hamburg und Bremen"
08. Juni 2015

 

Publikation zur Sonderausstellung

Flyer "Ausplündern und Verwalten"

Hier können Sie sich den Flyer zur Sonderausstellung (pdf, 558.1 KB) als PDF-Datei ansehen.

Raub von Amts wegen

Das Buch "Raub von Amts wegen" von Jaromir Balcar beschäftigt sich mit der Rolle von Verwaltung, Wirtschaft und Öffentlichkeit bei der Enteignung und Entschädigung der Juden in Bremen und kann in jeder Buchhandlung unter der ISBN 978-3-8378-1043-1 erworben werden.

Broschüre "Ausplündern und Verwalten"

Die Broschüre dokumentiert Texte und Exponate der Ausstellung "Ausplündern und Verwalten. Das Finanzamt Bremen stellt sich seiner NS-Vergangenheit".
Erhältlich ist die Broschüre zum Selbstkostenpreis vom 5 € plus Porto unter auspluendern-und-verwalten@finanzen.bremen.de