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XFamilie

XFamilie ist ein Standard für den Datenaustausch zwischen Behörden, Institutionen und Bürger:innen im Kontext der Familienleistungen. Im Zentrum steht die Vernetzung durch Schnittstellen.

Damit die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) föderal gelingt, gibt es Standards für die Methodik des elektronischen Datenaustauschs der öffentlichen Verwaltung – kurz XÖV (XML in der öffentlichen Verwaltung). Der Datenaustausch erfolgt auf der Basis von Nachrichten in XML-Syntax und zugehörigen Codelisten und Prozessen. XÖV ist ein föderal erarbeiteter Standard, der von der Koordinierungsstelle für IT-Standards (KoSIT) betreut wird.

Wichtiger Bestandteil der Standards sind Schnittstellen in Onlinediensten, die dafür sorgen, dass der Datenaustausch zwischen Bürger:innen und Behörden nach dem Once-Only-Prinzip klappt. Once-Only heißt: Bürger:innen müssen der Verwaltung ihre Daten nur einmal mitteilen. Im Hintergrund tauschen zuständige Stellen und anderen Institutionen, wie Arbeitgeber, diese dann automatisiert und digital aus. Zum Beispiel müssen Eltern die Geburtsurkunde dann nicht mehr von A nach B bringen.

Das Themenfeld Familie&Kind hat, angelehnt an XÖV, den Standard XFamilie ins Leben gerufen. Dieser beschreibt, wie Daten im Antrag, beispielsweise Name, Geburtsdatum oder Ähnliches, strukturiert erfasst und übermittelt werden sollen. Der Standard wird zunächst in den Onlinediensten von ELFE (Einfach Leistungen für Eltern) ausgerollt, das betrifft zum Beispiel den Antrag auf Unterhaltsvorschuss oder Mutterschaftsgeld.

Die Perspektive: Zukünftig sollen alle Onlinedienste mit Schnittstellen funktionieren, damit Bürger:innen mehr Zeit für ihre Familien bleibt.